Württemberg-Event 2026: Volle Matten in Sulz am Neckar

Am Samstag, 25. April 2026, war in Sulz am Neckar früh klar: Dieser Landeslehrgang würde kein ruhiger Hallentag werden. Taschen wurden an den Rand gestellt, Stöcke, Pratzen und Handschützer lagen bereit. Der Ju-Jutsu-Verband Württemberg hatte zum Württemberg-Event 2026 eingeladen. Ausrichter war der Ju Jutsu-Club Mühlbachtal.

Von 10.00 bis 15.30 Uhr füllten Ju-Jutsuka aus vielen Vereinen die Stadionhalle und die Neckarhalle. Die Mischung war groß: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Einsteigerinnen und Einsteiger, Fortgeschrittene sowie viele Dan-Trägerinnen und Dan-Träger standen gemeinsam auf der Matte. Die Graduierungen reichten vom ersten Gürtel bis zu hohen Dan-Graden.

Württemberg-Event 2026 mit breitem Programm

Nach Begrüßung und Warm-up ging es direkt in die ersten Einheiten. Das Programm war breit angelegt und zeigte viele Bereiche des Verbandstrainings. Fighting für Einsteiger, BJJ, Ju-Jutsu-Techniken, Waffenabwehr, freie Auseinandersetzung, Weiterführungen, Pratzenkombinationen, Jiu-Jitsu, realitätsnahe Selbstverteidigung und Hanbo Jutsu standen auf dem Plan.

Auf den Matten wurde parallel gearbeitet. Während auf der einen Matte schnelle Bewegungen, Distanzgefühl und Timing gefragt waren, ging es wenige Meter weiter um saubere Übergänge, Kontrolle am Boden oder das richtige Verhalten gegen Angriffe mit Waffen. Dazu kamen Einheiten, die bewusst andere Zielgruppen in den Blick nahmen: Frauen-Selbst-Sicherheit, Fit und Sicher im Alter sowie ein eigenes Kinderprogramm.

Gerade diese Vielfalt machte den Reiz des Tages aus. Es wurde geworfen, gehebelt, kontrolliert, gerollt, geschlagen, abgewehrt und wieder aufgestanden. Immer mit dem Ziel, Technik nicht nur zu zeigen, sondern sie verständlich und anwendbar zu machen.

Erfahrenes Referententeam auf mehreren Matten

Das Referententeam war stark besetzt. Unter anderem standen Jochen Frey, Stefan Stöhr, Patrick Lange, Giuseppe D’Amico, Lukas Pietsch, Andreas Dold, Andreas Schleicher, Andreas Kustusch, Andreas Schnelle, Ingo Kammerer, Andreas Richard, Rebecca Menth, Carsten Hippler und Günter Stolz auf der Matte. Die Leitung des Lehrgangs lag bei Hennes Meinikheim, Vizepräsident Breitensport im JJVW.

Jochen Frey brachte zusätzlich Kerstin Neiniger mit. Beide kamen aus dem Saarland nach Sulz am Neckar und bereicherten den Lehrgangstag mit ihrem Blick von außerhalb des Landesverbands.

Eine Änderung im Ablauf wurde gut aufgefangen: Die ursprünglich vorgesehene Einheit von Matthias Scheffelmeier wurde von Stefan Stöhr übernommen. Damit blieb auch dieser Programmpunkt im Ablauf erhalten und fügte sich sauber in den Lehrgangstag ein.

Auch im Kinderbereich gab es eine Änderung bei den Referenten. Statt Jonas Zimmer übernahmen Hannes Weil und Christian Müller die entsprechenden Einheiten. Für die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer blieb das Programm damit lebendig und gut betreut.

Kinder und Jugendliche mittendrin

Ein besonderer Teil des Württemberg-Events 2026 war der Kinderlehrgang. In der Neckarhalle trainierten die jüngeren Ju-Jutsuka in eigenen Gruppen. Auf dem Programm standen Ju-Jutsu, BJJ, Bodenkampf sowie Spiel und Spaß. Dabei ging es nicht nur um Technik, sondern auch um Bewegung, Aufmerksamkeit und gemeinsames Lernen auf der Matte.

Für viele Kinder ist ein solcher Lehrgang etwas Besonderes. Andere Halle, andere Trainer, andere Trainingspartner. Genau dadurch entsteht oft ein wichtiger Lerneffekt. Man merkt: Was im eigenen Verein geübt wird, funktioniert auch mit neuen Partnerinnen und Partnern. Und manchmal versteht man eine Bewegung plötzlich besser, nur weil sie jemand anders erklärt.

Am Nachmittag hatten die Kinder noch einmal viel Spaß an mehreren Stationen. Dort wurden ganz unterschiedliche Fähigkeiten auf die Probe gestellt. Die Stationen wurden vom Jugendteam der Mühlbachtaler gestaltet und betreut.

Rund 250 Teilnehmende aus vielen Vereinen

Der Lehrgang war sehr gut besucht. Rund 250 Teilnehmende aus vielen Vereinen und Abteilungen kamen nach Sulz am Neckar. Das steht nicht nur für einen vollen Lehrgang. Es steht auch für viele Begegnungen, neue Trainingspartner und Austausch zwischen den Vereinen.

Auffällig war die Spannweite der Erfahrung. Neben Teilnehmenden mit niedrigen Kyu-Graden standen zahlreiche Schwarzgurte auf der Matte. Genau solche Gruppen machen Landeslehrgänge wertvoll. Anfängerinnen und Anfänger sehen, wohin der Weg führen kann. Fortgeschrittene werden daran erinnert, wie wichtig saubere Grundlagen bleiben. Und erfahrene Ju-Jutsuka nehmen oft genauso viel mit wie alle anderen.

Starke Organisation durch den JJC Mühlbachtal

Der JJC Mühlbachtal sorgte als Ausrichter für einen reibungslosen Rahmen. Die Organisation war hervorragend und einfach gut. Zwei Hallen, mehrere Mattenflächen, verschiedene Altersgruppen und ein eng getakteter Zeitplan verlangen viel Vorbereitung. In Sulz am Neckar passte das Zusammenspiel.

Für die Teilnehmenden ist genau das wichtig. Wer zwischen zwei Einheiten kurz durchschnaufen, etwas trinken oder die Matte wechseln muss, merkt sofort, ob ein Lehrgang gut organisiert ist. Beim Württemberg-Event 2026 war der Ablauf klar. Die Wege waren kurz. Die Verpflegung war vorbereitet. Das gab dem Tag eine ruhige Struktur, auch wenn auf den Matten viel los war.

Ein großes Dankeschön geht deshalb an den Ju Jutsu-Club Mühlbachtal und alle Helferinnen und Helfer, die im Hintergrund gearbeitet haben. Ohne solche Teams sind große Lehrgänge nicht möglich.

Gelungener Lehrgangstag in Sulz am Neckar

Nach den letzten Einheiten wurden Taschen gepackt und Gespräche am Hallenrand fortgesetzt. Viele nahmen neue Ideen mit zurück in ihre Vereine. Manche Technik wird sicher in den nächsten Wochen wieder im Training auftauchen. Vielleicht etwas verändert, vielleicht direkt übernommen, aber auf jeden Fall mit der Erinnerung an einen vollen und gelungenen Lehrgangstag in Sulz am Neckar.

Im Anschluss an das Württemberg-Event 2026 fand ab 16.30 Uhr die Mitgliederversammlung des Ju-Jutsu-Verbands Württemberg statt.

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