Sommercamp 2026 auf Norderney: Ju-Jutsu, Meer und eine Woche voller Action
Vom 1. bis 8. August wurde Norderney für eine Woche zum Treffpunkt der Deutschen Ju-Jutsu-Jugend. Mehr als 200 Kinder und Jugendliche kamen zum DJJV-Sommercamp auf die Nordseeinsel, darunter 30 Ju-Jutsuka aus Württemberg. Auf dem Programm standen Training, Strand, Wassersport, gemeinsame Aktionen und jede Menge Möglichkeiten, neue Leute kennenzulernen.
Sportlich bot das Camp eine Auswahl, wie sie im normalen Vereinstraining kaum möglich ist. In mehreren Trainingseinheiten konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem Contact, Fighting, Duo, BJJ, Selbstverteidigung, Techniktraining und Stockkampf ausprobieren. Ergänzt wurde das Angebot durch Workouts und Einheiten zur Prävention sexualisierter Gewalt.
Besonders reizvoll war dabei die Gelegenheit, mit bundesweit renommierten Trainern sowie Weltmeistern und World Games Siegern auf der Matte zu stehen. Trotz des hochkarätigen Trainerteams richtete sich das Angebot ausdrücklich nicht nur an Leistungssportler. Gerade für Breitensportler bot das Sommercamp die Gelegenheit, neue Bereiche des Ju-Jutsu kennenzulernen und eine Woche lang über den eigenen Trainingsalltag hinauszuschauen.
Viel Zeit zum Stillstehen blieb ohnehin nicht. Der Tag begann bereits mit Frühsport und Frühstück, anschließend ging es ins Training oder zu einem der zahlreichen Freizeitangebote. Jugger, Escape Room, Stand Up Paddling, Surfen, Kinoabend, Partys und verschiedene Teamspiele sorgten dafür, dass auch abseits der Matte reichlich geboten war.
Eine besondere Rolle spielte in diesem Jahr die Piratengeschichte rund um das Ju-Jutsu-Maskottchen Ju-Ju und die böse Krabbe Scampi. Scampi hatte Teile von Ju-Jus Piratenschiff gestohlen und begleitete damit als Gegenspieler die Kinder und Jugendlichen durch die verschiedenen Piraten Team Spiele der Woche. Die Aufgaben wurden von angehenden Freizeitleitern vorbereitet und durchgeführt und entwickelten sich zu einem festen Bestandteil des Camps.
Auch Norderney selbst machte einen großen Teil der Woche aus. Am Strand wurde gespielt, gebadet und die teilweise hohen Wellen ausgiebig genutzt. Bei einer Wattwanderung durfte eine ordentliche Schlammschlacht natürlich nicht fehlen. Bei einer Bootsfahrt zu den Robbenbänken zeigte sich die Insel anschließend noch einmal von einer ganz anderen Seite.
Zwischen Training, Freizeitprogramm, Begrüßungs und Abschlussparty blieb vor allem eines hängen: die Gemeinschaft. Einige Teilnehmer aus Württemberg kannten sich bereits vor der Fahrt, andere trafen sich auf Norderney zum ersten Mal. Spätestens nach einer gemeinsamen Woche mit Sport, Strand und zahlreichen Aktionen waren daraus viele neue Bekanntschaften und Freundschaften entstanden.
Für fünf Teilnehmer aus Württemberg war das Camp zugleich Teil ihrer Ausbildung zum Freizeitleiter. Sarah Bühler, Cedric Schulz, Hanka Schulz, Sebastian Buck und Henry Müller hatten bereits im Vorfeld verschiedene Online Module absolviert. Auf Norderney begleiteten sie erfahrene Betreuer und Trainer, arbeiteten die Piratenspiele aus und sammelten bei deren Durchführung praktische Erfahrung. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung sind sie nun darauf vorbereitet, selbst Freizeiten zu organisieren und zu leiten.
Unterstützt wurde die württembergische Gruppe von Enno Häberlein und Jonas Zimmer. Jonas war bereits zum zweiten Mal beim Sommercamp dabei und leitete als Kinderarzt das medizinische Team. Zusätzlich betreute er vor allem jüngere Teilnehmer. Enno gehört nach inzwischen fast 20 Teilnahmen zu den langjährigen Betreuern des Camps und war auch als Trainer im Einsatz.
Nach sieben Tagen auf Norderney ging es schließlich wieder zurück nach Württemberg. Das nächste Sommercamp ist allerdings bereits in Sicht. Die Veranstaltung findet jährlich für Kinder und Jugendliche von 8 bis 18 Jahren statt. 2027 führt die Reise auf die Wewelsburg in Nordrhein-Westfalen.
Wer Ju-Jutsu einmal außerhalb des eigenen Vereins erleben, neue Trainingsformen ausprobieren und gleichzeitig eine Woche mit Jugendlichen aus ganz Deutschland verbringen möchte, sollte sich den nächsten Termin vormerken.
Text und Bilder: Jonas Zimmer und Enno Häberlein





























